Archiv für August 2010

Fatih Akin’s Reflexionen gegenüber Filmen und sich selbst

Ich bin gerade über ein Interview vom August diesen Jahres mit Fatih Akin gestolpert. In dem Großteil des Interviews erklärt Akin warum er „Soul Kitchen“ gemacht hat und wieso der Film so geworden ist, wie er geworden ist.

I was trying to make it commercial without selling my soul.“, so Akin über „Soul Kitchen“. Die Begründung kommerziell sein zu wollen liefert er gleich nach, denn „Making them is just half of the journey—these films have to find an audience.“. „Soul Kitchen“ ist also auch ein Versuch sein Publikum zu vergrößern und dies ist nicht nur bezüglich eines seiner Filme, sondern auch für zukünftige Filme gedacht.

Akin eröffnet dem Leser allerdings noch eine andere Ebene bezüglich „Soul Kitchens“, der Film funktioniert nämlich auch als eine Allegorie des Filmemachens, so sei das Führen eines Restaurants vergleichbar mit dem Schaffen eines Filmes, „The chef is really much like a director, cooking and improvising. The owner of a restaurant is really much like the producer of a film. The customers are like the audiences; the dishes are like films. You even have film critics with the critics of the restaurant.“ Neben dem persönlichen Verhältnis zu einzelnen Thematiken des Filmes, ist „Soul Kitchen“ also Fatih Akin’s Reflexion seines Berufes; direkter wollte er sich der Thematik nicht bedienen, da dies seiner Meinung nach bereits optimal von Filmen wie François Truffaut’s „La nuit américaine“ oder Federico Fellini’s „8½“ verarbeitet wurde.

In weiteren Teilen des Interviews erklärt Fatih Akin, welche Bedeutung er Filmen zugesteht. „I don’t believe that cinema can change the world with a huge impact, but maybe one drop.“ Filme wie „Gegen die Wand“ oder „Auf der anderen Seite“ sollen genau nach diesem Prinzip funktionieren, auch wenn Akin zugibt, dass Filme immer unterhalten sollen, doch dies sollen Literatur und Musik auch und doch haben und können sie ihren Einfluss auf die Welt ausüben.

Das ganze Interview, indem er noch auf die Bedeutung Hamburgs und des Erwachsenwerdens (Jugend, sowie aktuell) eingeht, gibt es hier.

I don‘t know who blackened your soul a long time ago, but may god have mercy on it

und der Klassiker, Pearl als Will Ferrells Landlord

Ole Ole Ole Diego Diego

für immer jemand besonderes

DC Universe

Der nun kürzlich erschienene Batman Animation Film „Under the Red Hood“ zeigt einmal mehr, dass die Plattform der Animationsfilme gerade im Bezug auf das Comic Genre geradezu optimale Voraussetzungen bietet. Natürlich hat im Bereich der „Comic Book Adaptations“ Christopher Nolans „The Dark Knight“, aber auch andere Filme, wie „Sin City“ oder „Watchmen“, für eine neue Qualität in der Umsetzung von Comics gesorgt, allerdings bieten Animationsfilme, aufgrund der „technischen“ (nichts ist unmöglich darzustellen) Möglichkeiten, die passenderen Voraussetzungen und binden meist größere Teile des DC Universums ein (also nicht nur Superman + Batman, sondern z.B. auch den Flash, Green Lantern, Green Arrow, den Martian Manhunter, Hawkgirl uvm.)

Insbesondere in der Serie „Justce League (Unlimited)“ wird der Kampf zwischen Gut und Böse comic-relevant umgesetzt. In dieser Art der Umsetzung sind vorrangig die außergewöhnlichen und übernatürlichen Kämpfe im Fokus, doch gelingt es „Justice League“, sowie auch „The Batman“ oder „Superman“ interessante Plots (z.T. über Mehrteiler oder ganze Staffeln) aufzubauen. Die Charakterentwicklung gelingt allerdings nicht zuletzt aufgrund des „menschlichen Antlitzes“ den Realverfilmungen besser.

Neben diesen Serien sind in den vergangenen Jahren mehrere zum Teil sehr gute Animationsfilme herausgebracht worden. Vor allem die beiden Justice League Filme „The New Frontier“ und „Crisis on Two Earths“ konnten überzeugen. Hinter den meisten dieser DC Produktionen steckt Bruce W. Timm, der mit dem zu Beginn genannten „Batman Under the Red Hood“ vielleicht nochmal eine Steigerung initiieren konnte, denn so düster und auch brutal kannte man die Filme zuvor nicht. So erinnert der Joker doch ein wenig an die Interpretation Heath Ledgers, was mir persönlich sehr gut gefällt, da ich der klassischen Jokervariante noch nie so viel abgewinnen konnte.

Wer also etwas mit dem Comic Genre anfangen kann, sollte sich die Animationsfilme nicht entgehen lassen, in diesem Jahr folgt nach „Crisis on Two Earths“ und „Under the Red Hood“ noch ein weiterer Animationsfilm, „Superman/Batman: Apocalypse“ (28 September 2010), dessen Trailer ebenfalls vielversprechend aussieht.