The Fighter

„Luck is what happens, when preperation meets opportunity“ *Irish Thunder: The Hard Life & Times of Micky Ward

„Irish“ Micky Ward, gespielt von Mark Wahlberg ist ein Boxer aus dem überschaubaren Lowell, Massachusetts. Zeit seines Lebes steht er im Schatten seines älteren Halbbruders Dicky Eklund (Christian Bale). Dicky hatte einst seinen großen Kampf gegen Sugar Ray Leonard, indem er den großen Sugar Ray sogar auf dem Boden hatte. Die glorreichen Zeiten Dicky’s sind allerdings vorbei, seine heutigen Aufgaben bestehen darin, seine Termine als Trainer seines Bruders nicht allzu unpünktlich wahrzunehmen und seine Cracksucht vor seiner Mutter (Melissa Leo; u.a. bekannt aus den David Simon Produktionen: Homicide und Treme) zu verbergen. Dass er gleichzeitig an der HBO Doku: High on Crack Street: Lost Lives in Lowell mitwirkt, zeigt welchen Überblick Dicky in seinem Leben noch hat. Die Geschichte von „The Fighter“ dreht sich nun um die Entwicklung Micky Ward’s, der trotz widrigster Umstände seine Karriere als Profi – Boxer vorran zu bringen versucht, wozu in erster Linie die Hemmnisse seiner eigenen Familie überwunden werden müssen, dessen White Trash Kontext von der Mutter über den Bruder zu den Schwestern nicht zu leugnen ist.

Vor allem Christian Bale gelingt es in der Rolle des Dicky Eklund einmal mehr zu überzeugen. Nach Rollen wie in „The Dark Knight“ oder „Public Enemies“ bietet ihm der Charakter des Dicky Eklund endlich wieder eine Plattform seine schauspielerisches Potential in seiner ganzen Physis und Tiefe zu nutzen. Ebenfalls herausstellen muss man Melissa Leo, welche in der Rolle der Mutter von Dicky und Micky ihre bisherigen Charaktere vergessen lässt und es ihr gelingt die egoistische White Trash Mutter in einer grausam widerlichen Authentizität auf die Leinwand zu bringen. Dies gelingt der „Gang“ der Schwestern der beiden Brüder im Übrigen vielleicht sogar noch besser.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Bale und Leo für ihre Nebenrollen für den Golden Globe nominiert wurden. Auch dass Amy Adams als Freundin Micky Ward’s in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin Drama“ in Konkurrenz zu Melissa Leo tritt ist nachvollziehbar, die Nominierung Mark Wahlbergs hingegen nicht unbedingt. Er scheint innerhalb des Schauspielensembles von „The Fighter“ immer etwas blasser. Doch vielleicht ist dies auch am Ende der Unterschied zwischen den Golden Globe – Gewinnern und Nominierten, denn schlecht spielt Mark Wahlberg sicherlich nicht, aber eben auch nicht so herausragend, wie in aller erster Linie Christian Bale, der bei den bestehenden Konkurrenten (Jeremy Renner; The Town, Michael Douglas; Wall Street, Andrew Garfield; The Social Network – Ausnahme vielleicht: Geoffrey Rush für The King’s Speech) seine erste Golden Globe Nominierung auch gleich in eine Trophäe umsetzen sollte.

Alles in allem ist „The Fighter“ ein guter Box-Film, der gerade durch die schauspielerischen Leistungen überzeugt, trotz den inhaltlichen Parallelen (zwei Brüder, wahre Geschichte, große Boxer) gelingt es ihm allerdings nicht an ein Meisterwerk, wie Scorseses „Raging Bull“ heranzureichen, welcher den Maßstab aber auch höher kaum setzen konnte.

Hier noch der Link zur HBO Doku: High on Crack Street: Lost Lives in Lowell.


1 Antwort auf „The Fighter“


  1. 1 Frankie 03. Januar 2011 um 20:34 Uhr

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