Archiv für April 2011

Schön is es

Bin gerade auf Bonusmaterial zu „Unlike U“ gestoßen. Jazzy Jeff hatte den Film bereits schmackhaft machen können und sollte auch recht behalten, dass dieser Film über die Trainwriting Szene in Berlin definitiv lohnenswert ist. Mir als nicht so vertrauten Person was Sprüher angeht hat der Film aufgezeigt wie verdammt gut Graffitis aussehen können.

Der Film zeigt aber auch die Subkultur, die hinter diesen Bildern steckt. Welche Opfer es bedeutet (nachts) malen zu gehen, welche Risiken damit verbunden sind und warum diese Leute all das was eigentlich dagegen spricht auf sich nehmen und wenn dabei so schöne Pieces heraus kommen wie oben gezeigt, kann niemand ernsthaft behaupten, dass ihm oder ihr die biedere Fassade des Alltags wirklich besser gefällt. Graffiti ist eine der inklusivsten Formen der Kunst, da sie aufgrund des öffentlichen Charakters auch diejenigen erreicht, die damit vielleicht erstmal gar nichts zu tun haben (wollen). Und wie einer der Protagonisten aus „Unlike U“ es formuliert, „[…] es wurde einfach umgedreht, die Kunst kommt zu dir“ (Poet/GFA) bzw. sinngemäß ein anderer Künstler „Für mich sind die hässlichen Werbetafeln Vandalismus“.