Sog. Islamkritik im Schatten von Menschenverachtung

Kann der Islam als Religion kritisiert werden? Natürlich, gerade aus meiner atheistischen Position fällt mir das noch nicht einmal schwer. Bedient man sich einer feministischen oder GenderPosition muss insbesondere die Rolle der Frauen im Kontext der Quellen und Bräuche (z.B. Burka) ebenfalls grundlegend kritisiert werden. Der Islam und seine verschiedenen Ausformungen bleiben Gegenstand einer angebrachten und z.T. notwendigen Kritik um auch auf gesellschaftliche Problemfelder besser reagieren zu können. Dabei bleibt der Islam allerdings ein Faktor und wird nicht zu einem monokausalen Ursachenprinzip. Millieubedingte und ökonomische Erklärungsansätze, die ein Prekariat von Bildung und Einkommen in das Verhältnis von gesellschaftlichen Schwierigkeiten setzen und somit konstruktive Lösungsansätze sowie eine vollständige Betrachtung der Problematiken bieten bleiben unerlässlich und dürfen nicht ignoriert werden.

Aber geht es den sog. Islamkritikern wirklich um die konstruktive Kritik an einer Religion? Die Lösung in den einschlägigen Foren und Blogs ist klar, der Islam muss verschwinden und zwar mindestens aus Deutschland und Europa, aber eigentlich sogar auf der ganzen Welt. Es sei eine faschistische Ideologie, keine Religion; hier werden zwar Definitionen konsequent ignoriert, aber mit einer „Degradierung“ zu einer Ideologie gestaltet sich eben das Verbieten auch gleich leichter.

Was unterscheidet allerdings einen islamkritischen Menschen von einem der sog. Islamkritiker? Es ist die Angst vor der Islamisierung Europas, man könnte von einer Phobie des invasierenden „Muselmanens“ sprechen, man könnte von Islamophobie sprechen. So werden dann demographische Charakteristika zu nichts anderem als einem schleichenden Dschihad und Multikulti ist der Anfang vom Ende, die Scharia quasi schon eingeführt. Das in diesem Kontext die Konsistenz z.B. des deutschen Grundgesetzes einfach ignoriert wird, interessiert den sog. Islamkritiker wenig, denn der Islam wird seinen Weg schon finden, dass hätte die Historie bewiesen.

Interessant aber in dieser Hinsicht ist letztendlich die Motivation zu dieser Islamkritik. Es handelt sich hier allzuoft um nichts anderes als der Angst vor Überfremdung, den Verlust der völkischen Identität. Multikulti als Zustand der sich auflösenden Heimat, den es nicht nur zu verhindern gilt, sondern gar zu revidieren. Dabei ist es dann egal mit welchen Mitteln dies geschehen muss, die Perspektive auf die allgemeinen Menschenrechte, auf die Demokratie beginnen zu verschwimmen. Es werden Abschiebungen gefordert, nicht nur für hier geduldete Menschen, sondern für Angehörige des Kollektivs Islam per se, die zweite und dritte, hier geborene und aufgewachsene Generation habe nicht das Anrecht hier zu leben, schließlich habe sie niemand eingeladen zu bleiben. Es wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen, Menschenrechtsverständnis und Autokratie wird in der islamischen Welt (in Teilen durchaus zu Recht) angeprangert, allerdings in seinen eigenen „Lösungsansätzen“ negiert, Wahlrecht u.ä. zu einem Privileg der „einheimischen“ Kulturangehörigen. In diesem Zusammenhang wird, wenn man schon mal dabei ist, auch gleich noch ein Kulturelitarismus par exellence geschürt, völlig inkonsequent aber zweckdienlich. So werden die Kulturen (als Schutz vor dem Rassismusvorwurf wird das Wort Rasse möglichst gemieden) nach ihren Errungenschaften bewertet und in eine Reihenfolge gebracht.

An erster Stelle stehen natürlich die westlichen Zivilisationen, mit der Aufklärung, dem Rechtsstaat, dem Liberalismus und natürlich zu guter letzt der Demokratie hat das Abendland seinen Wert mehr als deutlich herausgestellt. Da die sog. Islamkritiker aber gar keine Rassisten sind, findet sich im asiatischen Raum auch noch die ein oder andere Hochkultur, was am Ende für Afrika und den Islam (plötzlich wird daraus eine Kultur, erst Ideologie, jetzt Kultur, aber in diesem Kontext nur Araber zu benennen könnte angreifbar werden, also wirds zu einer übergreifdenden Kultur) nicht mehr reicht.

Auch hier erkennen wir dann das krude Verständnis von Elite, denn diese westlichen Errungenschaften müssen gar nicht inhaltlich vertreten werden. Es genügt in dieses Privileg geboren zu werden. Via Kulturzuhörigkeit werden die besseren Menschen von den schlechteren Menschen unterschieden, dabei dient das Instrument der Islamkritik einzig und allein dazu den schlechteren Menschen einen Rahmen zu geben. Damit aber noch nicht genug, da die (Rechts-)Quellen des Islams „studiert“ sind, ist es dem sog. Islamkritiker möglich das Denken und Handeln jedes Muslims zu bestimmen, es steht folgendermaßen geschrieben, so hat sich dann der Muslim an sich zu verhalten, äußert sie/er sich anders ist dies dann nichts anderes als die Lüge gegenüber dem Ungläubigen aus der noch schwachen Position. Ein einfaches und sehr genehmes Weltbild, entweder sie sind böse im Zeichen ihrer Religion, pardon Ideologie oder wenn sie kritisch oder gleichgültig mit dem Islam umgehen belügen sie „uns“ eben; sie werden einer eigenen Meinung beraubt, der Islam verbleibt als ihre einzig gültige Definition, der sog. Islamkritiker wird zur Definitionsmacht.

Was bedeutet ein solches Verständnis dann aber in seiner Konsequenz? Es ist nichts anderes als die Entmündigung des muslimischen Individuums. Muslime werden zu religiösen Befehlsempfängern degradiert, ihnen wird der freie Wille qua Religionszugehörigkeit abgesprochen. Geht man davon aus, dass es der freie Wille ist, der den Menschen als Menschen definiert, kann man sukzessiv sagen, dass die sog. Islamkritiker die Muslime entmenschlichen und das scheint auch sinnvoll zu sein, denn so kann sich der Kreis schließen, die allgemeinen Menschenrechte werden als Beweis der eigenen kulturellen Überlegenheit präsentiert, sinngemäß zwar auf partielle Menschenrechte reduziert, doch vergegenwärtigt man sich die angesprochene Entmenschlichung der Muslime verschwindet dieser Widerspruch wie von Geisterhand und die Verwehrung von Menschenrechten wird im kruden Weltbild der sog. Islamkritiker nichts anderes als logisch und legitim. Doch zeigt dies nicht nur die Zweckentfremdung von Religionskritik als Rechtferigung eines unbegründeten Überlegenheitsdenkens, sondern offenbart die menschenverachtende Qualität hinter der Fassade eines angeblichen Tabuthemas.


8 Antworten auf „Sog. Islamkritik im Schatten von Menschenverachtung“


  1. 1 Felix 04. September 2011 um 19:33 Uhr

    Hey, ich bin mal so frei und schreibe was auf deiner Seite. Sieht schnieke aus! Ich bin auch seit einige Zeit mit Wordpress beschaeftigt diverse Sachen verstehe ich aber noch nicht. Dein Blog ist mir da immer eine willkommene Inspiration. Weitermachen!

  2. 2 Hubert Beckhaus 18. Oktober 2011 um 18:01 Uhr

    Durch Zufall komm ich auf Ihre Seite. Es gäbe viel zu sagen.Sie kommen immer wieder mit Menschverachtung . Verachten Sie auch Rechtsextreme (diese ins KZ!). Warum keine Toleranz bei Hooligans ? Scharia ? Ist schon eingeführt. Beobachten Sie mal unsere Justiz. Was heißt krude? Darf ich Ihre Überzeugung auch so nennen, nur weil sie mir nicht gefällt . Übrigens ist Ideologie auch Kultur . Es gab etliche Verbrechen gegen Ur-Einwohner. Schon mal ne Lichterkette von Muslimen gesehen ? Von Individuen ? Ich bitte Sie eines : erzählen Sie mir Nichts vom Pferd , wenn Sie wissen , was ich meine. Freundliche Grüße Kleinkuckewauwau .

  3. 3 Frankie 19. Oktober 2011 um 1:44 Uhr

    Habe ich da einen wunden Punkt getroffen oder warum der kurz abgehackte, unartikulierte Versuch eines Rundumschlages?

    Ich weiß nicht was sie unter Hooligans verstehen, bei meinem Verständnis ist es mir egal, ob sich ein paar Macker auf irgendwelchen Ackern treffen und sich die Schnauze gegenseitig einhauen, habe ich kein Problem mit und toleriere ich ohne weiteres. Handelt es sich allerdings um Nazihools, die sich als unpolitisch verkaufen wollen, aber andere Menschen wegen ihres politischen Weltbildes angreifen, sehe ich absolut keinen Grund dies zu tolerieren. (siehe; http://broeckelhaus.blogsport.de/2011/09/29/weil-die-justiz-scheisse-baut/ ) Das heisst nicht, dass diesen Menschen kein rechtsstaatliches Verfahren zugestanden werden kann, aber es heisst eben auch nicht, dass deren Taten entpolitisiert und bagatellisiert werden dürfen, das gilt für alle anderen Nazis ebenso.

    Sie dürfen meine Überzeugungen nennen wie sie wollen, doch ernst nehmen werde ich diese nur wenn sie sie argumentieren.

    Das die Scharia in Deutschland eingeführt worden wäre ist eben nur eine völlige Überinterpretation ihrer Berücksichtigung im Sinne eines Abwägungsinstrumentes im Zivilrecht. Im Rahmen des Staatsrechts, also u.a. der Grundrechte sowie des Strafrechts hat die Scharia nichts zu suchen und wird sie auch nicht berücksichtigt, für gegenteiliges bräuchte ich mehr als bloße Behauptungen.

    In diesem Artikel habe ich diejenigen Islamkritiker eingeordnet, die nicht in der Lage sind oder sein wollen eine konstruktive und sicherliche angebrachte strukturelle Kritik der Religion Islam von der Pauschalisierung aller Muslime als Jihadisten u.ä. zu unterscheiden. Auf diese Weise werden menschliche Individuen auf ihre kulturelle Herkunft reduziert und ihnen der freien Wille zu einer emanzipierten oder progressiven Betrachtung ihrer Religion per se abgesprochen. Dies führt wie im obigen Artikel erläutert zu einer Entmenschlichung, die dann als menschenverachtend eingestuft werden sollte. Die meist mit dieser Anschauung verbundenen Forderungen bezüglich migrierter Muslime dieser Islamkritiker lassen sich dann jedenfalls nicht mehr mit den allgemeinen und individuellen Menschenrechten vereinen. So werden hier wie beschrieben die Menschenrechte als Gut der eigenen Kultur hochgehalten und sukzessiv sinnentleert und zu selektiven Menschenrechten umgedeutet, was im Grunde heisst, dass aus einem in der Aufklärung gedachten Naturrecht ein Gegenstand wird, den mensch sich verdienen müsse. Wer sich dann dann in diesem Zusammenhang zur Definitionsmacht aufspielt, ist glaube ich klar.

    Schon mal ne Lichterkette von Muslimen gesehen ?

    Nö. Muss ich auch nicht, denn der Islam o.ä. ist nicht mein Wertemaßstab an dem ich mich orientiere (beim besten Willen nicht). Nur weil in islamischen Unrechtsstaaten wie Saudi Arabien oder dem Iran Menschenrechte keine Geltung haben, heisst dies im Umkehrschluss eben genau nicht, dass ich diese deswegen beschränken darf. Das ist ein völlig anderer Hut der mein Denken und Handeln nicht bestimmen sollte. Und Kulturen und Ideologien mögen sich gegenseitigen prägen, darum sind sie aber noch lange nicht dasselbe und natürlich trennbar.

    Noch einmal zum Thema Toleranz. Sie sind wahrscheinlich auch jemand der der Linken (nicht Partei) vorwirft Toleranz zu predigen bei gleichzeitiger Intoleranz. In diesem Kontext möchte ich noch einmal feststellen, dass es in der linken Szene um Inklusivität geht, Toleranz für alles oder jeden, aber völlig unsinnig ist, da Toleranz gegenüber Rassismus, Faschismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie usw. zur Überwindung derselbigen kontraproduktiv wirken würde. ( http://broeckelhaus.blogsport.de/2010/04/17/intoleranz-gegenueber-rassismus/ )

    Und ja ich bin mir bewusst, dass der Islam vor allem Sexismus bedient, der Antisemitismus einen relevanten Stellenwert in der islamischen Welt hat und insbesondere im Islamismus (Hamas, Hisbollah, Al Kaida, Muslim Bruderschaft etc.) einnimmt. Auch ist völlig klar, dass der Stellenwert von Ungläubigen in Sunna und Koran alles andere als gleichwertig angesehen werden kann, daher die Scharia und sukzessiv auch die Erklärung der arabischen Menschenrechte grundlegend kritisiert werden müssen.

    Wie ich zu Beginn des obigen Artikels erwähnte ist der Islam keineswegs kritiklos hinzunehmen, so ist der Islam eben auch in seiner Tradition als monistische Religion im Sinne der Enthebung vom eigenverantwortlichen Handeln zu kritisieren, wie dies für die Religionskritik zum Christentum eben auch gilt.

    Was ich ihnen dann vom Pferd erzähle ist nichts anderes als, dass jedes muslimische Inidividuum genau wie jeder andere Mensch auf der Welt das Recht besitzt (also auch Nazis) einzig und allein nach ihrem/seinem eigenen Handeln beurteilt zu werden und eben nicht aufgrund einer kulturellen oder religiösen Zugehörigkeit in präventive „Haft“ genommen werden darf bzw. in diesem Sinne vorverurteilt wird, das heißt krudes Weltbild. Dies wäre eine kollektivierte Diskriminierung, die zu Recht als rassistisch kategorisiert werden kann.

    Dieses rassistische Element findet sich dann eben auch wieder, wenn die Motivation zur Islamkritik eben nichts anderes als die Angst vor Überfremdung des eigenen kulturellen Raumes ist. Denn hier wird dann eine völlig legitime Islamkritik instrumentalisiert und im Sinne eines Versuches der eigenen völkischen Konservierung zweckentfremdet. Dies äußerst sich dann insofern noch zusätzlich, dass die inhaltlichen Elemente der Islamkritik, wie z.B. die Stellung der Frau im Islam oder der Umgang mit Anderslebenden, wie z.B. Homosexuellen, als Kritikpunkte gegenüber dem Islam vertreten werden, bezüglich des eigenen Handeln und Denkens aber nicht. Hier wird Homosexualität nämlich nicht als normal angesehen oder die Gleichberechtigung nur solange vertreten bis das Patriachat ernsthaft gefährdet zu sein scheint (dann wird gerne von Umgekehrtdiskriminierung gesprochen). Was ist aber auch von in der Tradition verhafteten Konservativen zu erwarten, die in ihrem Weltbild logischerweise näher am Islam sein müssen als emanziperte Linke. Was es bleibt ist Heuchelei!

    Im übrigen kommt der Begriff Menschenverachtung gerade zweimal im Artikel vor, in der Überschrift sowie im letzten Satz und wenn sie meine Ausführungen nicht auf sich beziehen können, sie also Muslime keineswegs pauschal betrachten bzw. beurteilen und eben nicht auf ihre Religion reduzieren, den Islam als solches aber kritisieren und sich ernsthaft statt heuchlerisch über die entsprechenden Mißstände empören, sind sie auch nicht gemeint; es gibt ja einen Grund warum ich das „sogenannte“ vor Islamkritik/er gesetzt habe.

  4. 4 a.p. 23. Mai 2014 um 18:32 Uhr

    Der Islam gehört weder zu Deutschland, noch zu Europa!
    Dies soll auch so bleiben. Die Islamisten sind die neuen Faschisten.Für sie sind Andersdenkende nichts Wert. Der Koran ist dem Buch „Mein Kampf“ gleichzusetzen.Die meisten kriminellen in Europa (Deutschland, England, Norwegen, Schweden, Frankreich) sind junge männliche Araber, Libanesen, Pakis, Türken, Afgahnen, etc.Wenn Deutschland und die Deutschen ja so schlimm sind, warum bleiben die dann nicht einfach da, wo sie herkommen. Die meisten islamistischen Länder sind von Krieg und Unterdrückung geprägt. Das zeigt doch ganz deutlich, was das für Menschen sind. Ich als Frau werde immer öfter von jungen pubertären Südländern (Türken, Libanesen, etc.) auf asoziale Art und Weise angebaggert. Die Mädchen in den Kulturen werden unterdrückt. Die Frauen der westlichen Welt gelten als Schlampen bei diesen ungebildeten jungen Moslems. Fakt ist, diese Menschen hassen uns, aber lieben unser Sozialsystem!

  5. 5 Frankie 26. Mai 2014 um 15:44 Uhr

    Das sie das emotional so wahrnehmen tut mir leid und in puncto Frauenbild gebe ich ihnen Recht, dass zumindest der Islam eine negative Prägung darstellen kann.

    „Die meisten kriminellen in Europa sind…“

    Hier machen sie ein vermeintliches Symptom zur Ursache. Die meisten kriminellen sind arme und perspektivlose Menschen. Und das dies meist auch auf Migranten zutrifft ist ja kein Zufall. So ist eben in Deutschland jahrzehntelang in Folge der Gastarbeiterphase keine Integration initiiert worden.

    Und insbesondere die von ihnen angesprochenen pubertären Südländer sind eben oft hier geboren und somit natürlich ein Teil Deutschlands, da sie eben hier sozialisiert wurden.

    Nur hat sich für die 2. und 3. Generation inzwischen eine Art Rückzugsidentität herausgebildet, die u.a. den Islam unhinterfragter als prägende Sozialisation annimmt als in manchen Herkunftsländern.

    „Die meisten islamistischen Länder sind von Krieg und Unterdrückung geprägt.“

    Nun, dass in einigen muslimischen Ländern, der Islam von einer Elite als Herrschaftsinstrument mißbraucht wird und aufgrund von Glaube leider auch von der Mehrheitsbevölkerung viel zu sehr angenommen wird und somit geradezu totaliristisch wirkt ist ein Problem des herrschaftsgefüge und der herrschenden Eliten und keine genetische Konsequenz.

    So sind es weiterhin auch die westlichen Staaten, die z.B. mit Saudi-Arabien (Scharia Land und Hochburg des salafistischen Glaubens) in einer derartigen wirtschaftlichen Verbindung stehen, dass die Stabilität der dort herrschenden Eliten stabilisiert wird. ich erinnere hier nur mal an die Panzerlieferungen Deutschlands.

    Die Unterdrückung hat ja eben 2 Seiten. Und der Westen hat die Unterdrückung von nicht-muslimischen Autokraten wie Mubarak, Gaddafi oder Ben-Ali mit möglich gemacht, da es sich ja in der außenpolitik um stabile Partner handelte, da war die Unterdrückung der Bevölkerung ja egal und eben frei von Islam. Ein weiteres Beispiel wäre hier Saddam Hussein, dessen Baath Partei säkular war und dessen Terrorherrschaft keine islamistischen Elemente bediente.

    Was diese Staaten dann über die Menschen aussagen, die unter Unterdrückung leiden oder gelitten haben und sich im Kontext des Arabischen Frühling genau dagegen gewehrt haben, können sie mir dann gerne nochmal genauer erläutern.

    Ihr Kommentar macht letztlich genau das was, was oft auch auf in den muslimischen (Kern-)Ländern gemacht wird: ER PAUSCHALISIERT. Das hilft aber letztlich niemand. Und natürlich ist was wahres dran, wenn sie sagen, dass Kriminalität ein Phänomen unter Migranten ist. Nur ist auch was dran, wenn Muslime (und da rede ich noch nicht von Islamisten) den Westen wegen Unterdrückung anprangern (die mit Kolonialisierung „anfing“ und mit aktueller Wirtschaftspolitik in entschärfter aber vorhandener Weise fortgeführt wird).

    Wichtig sind die Ursachen und diese müssen behoben werden. Und in der gesellschaftlichen Problemlage von Parallelgesellschaften in Deutschland müssen hier Fehler ausgebessert werden, welche Jahrzehnte lang ihre Wirkung hinterlassen haben.

    Und jetzt können sie noch so sehr nach der Exklusion aller Muslime fordern, dass wird in der heutigen globalisierten Welt nicht mehr möglich sein und inzwischen sind bereits soviele Muslime deutsche Staatsbürger, dass dies ohnehin ausgeschlossen ist.

    Wir haben ca. 4 Millionen Muslime in Deutschland, nach ihre Verallgemeinerung müssten dann ja mindestens die Hälfte (und eigentlich klingt es ja bei ihnen eher nach an die 100%) kriminell sein. Das wird ihnen keine Statistik hergeben. So wird auch die Statistik wenn sie das Ausgangsmilieu miteinbezieht (also Bildungsgrad, Einkommen) keine signifikanten Unterschiede in der Kriminalität hergeben.

    Das dann Migranten weniger Aufstiegschancen zwischen den Milieus zukommt bzw. auch wesentlich mehr ausgehend von der Gastarbeiterphase aus sozial schwachen Milieus stammen (angeworben wurden eben Arbeiter für den Niedriglohnsektor) verdeutlicht, warum die Ursachen lange in der Vergangenheit liegen und Integrationsarbeit daher langfristig angelgt werden muss.

  6. 6 Karl der Bär 20. Juli 2018 um 20:19 Uhr

    „…bei meinem Verständnis ist es mir egal, ob sich ein paar Macker auf irgendwelchen Ackern treffen und sich die Schnauze gegenseitig einhauen, habe ich kein Problem mit und toleriere ich ohne weiteres.“ So geht es mir auch, auch wenn sich die dummen Musels gegenseitig im Iran, Pakistan, Kabul die Luft bomben. Sie haben ein naives Verständnis vom Islam. Punkt. Sie müssen noch älter werden um das zu erkennen!

  7. 7 Frankie 26. Juli 2018 um 17:26 Uhr

    Wiederum kein einziges Argument. Ach ne ich bin zu jung.

    Das ist natürlich egal, da Sie erstens wissen, wie alt ich bhin und zwitens habe ich mich mit dem Islam, wie auch mit Muslimen seit langer Zeit auseinander gesetzt.

    Was macht Sie ihrer Meinung so sicher? Vorurteile? Pauschalisierung?

  1. 1 Die Notwendigkeit inhaltlicher Entlarvung rechtspopulistischen Gedankenguts « Bröckelhaus Pingback am 13. Januar 2013 um 19:14 Uhr

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