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Film Noir

Ein Genre was jeder kennt und wenigen was sagt.

Einer seiner bekanntesten Protagonisten ist sicherlich die
Detektivfigur Philip Marlowe und damit auch Humphrey Bogart.

Aber was macht nun den oder eher einen Film Noir aus?
Ist es sein zeitlicher Entstehungskontext? Darf er nur in Schwarz Weiss gefilmt sein? Muss es eine Kriminalgeschichte sein?

Diese Fragen stehen im Hintergrund der bevorstehenden Filmzeitreise in die 40er und 50er Jahre des vergangenen Jahrtausends. (und damit der neuen Unterkategorie „Film Noir“)

Eine kleine, oberflächliche Recherche bezüglich dieses Themas ergab, dass die oben gestellten Fragen in den seltensten Fällen eindeutig beantwortet werden können. Es stellt sich letztendlich sogar die Frage, ob es sich beim Film Noir überhaupt um ein eigenes Film Genre handelt oder ob es nicht nur eine Stilrichtung darstellt.

Man spricht allerdings von einer klassischen Ära, die mit dem „Maltesischen Falken“ (1941) beginnt und mit der Romanverfilmung „Touch of Evil“(1958) von Orson Welles eine Ende zugesprochen bekommt. Diese klassische Phase scheint mir die beständigste Phase zu sein, da dem „Neo Noir“ aufgrund des Maßstabs, dass ein Stilmittel schon ausreiche, zu verschiedene Filme zugeordnet werden können. Ob meine Einschätzung sich bestätigt, dass Curtis Hanson mit „L.A. Confidential“ wirklich ein legitimer neuer Film Noir gelungen ist, wird sich nach Sichtung der klassischen Ära herausstellen.

Es existiert auch die Ansicht, dass anhand des Zeitkontextes, sowie dem damit verbundenen Rahmen von Historie, der Film Noir abgeschlossen sei und dieses Genre nicht wiederbelebt werden könne. Das Genre ist aber nicht nur durch seine Unbestimmtheit interessant zu betrachten, sondern bietet neben der zu erwartenden Stilart auch Regielegenden wie Billy Wilder, Alfred Hitchcock, den erwähnten Orson Welles, John Huston oder Stanley Kubrick.